WMA-Dateiformat
WMA ist Microsofts Audioformat aus der Zeit des Windows Media Player. Es läuft zuverlässig unter Windows und schlecht überall sonst — deshalb werden WMA-Sammlungen meist umgewandelt.
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Was ist WMA?
WMA (Windows Media Audio) startete 1999 als Microsofts Antwort auf MP3, gebündelt mit dem Windows Media Player und stark beworben in den Jahren, als das Rippen von CDs auf den PC eine Massenbeschäftigung war. Millionen Musiksammlungen wurden schlicht deshalb darin kodiert, weil Windows genau diesen Knopf anbot.
Technisch ist es ein solider verlustbehafteter Codec, grob vergleichbar mit MP3, mit Varianten für verlustfreie (WMA Lossless) und professionelle Mehrkanalnutzung (WMA Pro). Sein Problem war nie die Klangqualität, sondern die Reichweite. Apple unterstützte es nie, die Android-Unterstützung ist lückenhaft, Autoradios und eigenständige Player ignorieren es meist, und Browser dekodieren es nicht.
WMA trug außerdem Microsofts DRM-System, genutzt von Diensten wie PlaysForSure und frühen Abo-Shops. Diese geschützten Dateien hängen an Autorisierungen, die vielfach nicht mehr existieren, und kein Konverter kann sie legal oder technisch öffnen. Ungeschützte WMA-Dateien lassen sich problemlos in MP3 oder AAC umwandeln.
| Endung | .wma |
|---|---|
| Kategorie | Audio |
| MIME-Typ | audio/x-ms-wma |
| Erschienen | 1999 |
| Entwickelt von | Microsoft |
| Kompression | Verlustbehaftet |
WMA: häufige Fragen
- Warum spielt mein Telefon oder Autoradio kein WMA?
- Weil außerhalb des Microsoft-Ökosystems kaum jemand den Codec lizenzierte. iPhones dekodieren ihn gar nicht, die Android-Unterstützung hängt vom Hersteller ab, und die meisten Autoradios und tragbaren Player überspringen WMA-Dateien komplett. Die Umwandlung in MP3 behebt das dauerhaft.
- Meine WMA-Datei ist DRM-geschützt — kann ich sie umwandeln?
- Nein. Geschützte WMA-Dateien aus PlaysForSure oder alten Abodiensten sind verschlüsselt und an Lizenzen gebunden, die meist nicht mehr validieren. Ein Konverter kann sie nicht entschlüsseln. Nur ungeschützte WMA-Dateien lassen sich umwandeln, und das betrifft alles selbst Gerippte.
- Ist WMA besser oder schlechter als MP3?
- Bei gleicher Bitrate weitgehend vergleichbar, WMA leicht vorn bei niedrigen Bitraten, MP3 bei der Werkzeugreife. Der Unterschied ist klein genug, dass er die Entscheidung nicht treiben sollte — das sollte die Kompatibilität tun, und da gewinnt MP3 deutlich.
- Was sind WMA Lossless und WMA Pro?
- WMA Lossless speichert Audio ohne Qualitätsverlust, ähnlich FLAC, aber Microsoft-spezifisch. WMA Pro bewältigt höhere Bitraten und Mehrkanal-Surround. Beide werden noch schlechter unterstützt als gewöhnliches WMA, daher ist die Umwandlung in FLAC oder AAC meist der praktische Weg.
- Woher kommen WMA-Dateien überhaupt?
- Fast immer von CDs, die zwischen etwa 2000 und 2010 unter Windows gerippt wurden, als der Windows Media Player WMA als Standard nutzte. Auch alte Download-Shops und manche Diktiergeräte erzeugten sie. Ein Ordner voller WMA-Dateien ist meist jemandes alte Musikbibliothek.
- Soll ich meine ganze WMA-Sammlung umwandeln?
- Wenn Sie sie auf Telefonen, im Auto und in moderner Software hören wollen, ja — nach MP3 mit 256 kbit/s oder AAC für breite Kompatibilität. Wandeln Sie aus den Originaldateien statt neu zu rippen und behalten Sie die Originale, bis die Tags in den neuen Dateien bestätigt sind.