FLAC-Dateiformat
FLAC komprimiert Audio, ohne ein einziges Bit zu verlieren: etwa halb so groß wie WAV und beim Dekodieren mathematisch identisch mit dem Original.
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Was ist FLAC?
FLAC (Free Lossless Audio Codec) erschien 2001 von Josh Coalson und wurde später von der Xiph.Org Foundation übernommen. Anders als MP3 oder AAC verwirft es nichts. Es sagt jeden Abtastwert aus den vorherigen voraus und speichert nur den kleinen Vorhersagefehler — dasselbe Prinzip, das ZIP funktionieren lässt, auf Audio angewandt und beim Abspielen exakt umgekehrt.
Typische Musik schrumpft auf 50-60 % der WAV-Größe. Das ist viel schlechter als MP3 mit seinen 10 % und viel besser als gar nichts, wenn das Ziel ein Archiv ist, das man nie wieder neu erstellen muss. FLAC behebt zudem die praktischen Schwächen von WAV: ein ordentliches Tag-System mit Interpret, Album, Titel und eingebettetem Cover sowie eine Prüfsumme, die Beschädigungen erkennbar macht.
Es ist der Standard beim CD-Rippen, bei Bandcamp und Hi-Res-Downloadshops sowie in freier Musiksoftware. Die historische Lücke war Apple, das den eigenen verlustfreien Codec ALAC durchsetzte und FLAC erst in den letzten Jahren in iOS unterstützt. Zum Alltagshören am Telefon bleibt eine verlustbehaftete Datei kleiner und für die meisten Ohren ununterscheidbar.
| Endung | .flac |
|---|---|
| Kategorie | Audio |
| MIME-Typ | audio/flac |
| Erschienen | 2001 |
| Entwickelt von | Xiph.Org Foundation |
| Kompression | Verlustfrei |
FLAC: häufige Fragen
- Ist FLAC wirklich verlustfrei?
- Ja, nachweisbar. Das Dekodieren einer FLAC liefert eine bitgenau identische Kopie der ursprünglichen WAV zurück — überprüfbar per Prüfsummenvergleich. Die Kompression ist umkehrbar wie bei ZIP; an der Wellenform wird nichts genähert oder verworfen.
- FLAC oder WAV — was soll ich behalten?
- FLAC. Das Audio ist identisch, die Datei 40-50 % kleiner, Tags und Cover funktionieren, und eine eingebaute Prüfsumme erkennt Beschädigungen. WAV lohnt sich nur als Arbeitsdatei in einem Editor, der darauf besteht.
- Höre ich den Unterschied zwischen FLAC und MP3 wirklich?
- Bei einem MP3 mit 320 kbit/s über übliche Kopfhörer im Blindtest meist nicht. Der Grund für FLAC ist nicht das Alltagshören, sondern das Archiv: Ein verlustfreies Master lässt sich in jedes künftige Format umwandeln, ohne Generationsverluste anzuhäufen.
- Was bedeuten die FLAC-Kompressionsstufen?
- Die Stufen 0 bis 8 steuern, wie stark der Encoder nach einer kompakteren Darstellung sucht. Das Audio ist auf jeder Stufe identisch; nur Dateigröße und Kodierzeit ändern sich, und der Abstand zwischen 0 und 8 beträgt wenige Prozent. Üblich ist Stufe 5.
- Spielen iPhones und Apple-Geräte FLAC ab?
- Aktuelle iOS-Versionen spielen FLAC über die Dateien-App und viele Drittanbieter-Player, auch wenn Apples Ökosystem um ALAC herum gebaut ist, seinen gleichwertigen verlustfreien Codec. Wer in Apple Music lebt, fährt mit ALAC glatter; die Klangqualität ist dieselbe.
- Bringt es etwas, MP3 in FLAC umzuwandeln?
- Für die Qualität nichts. Was der MP3-Encoder verworfen hat, ist nicht wiederherstellbar, Sie bekommen also eine deutlich größere Datei mit demselben verschlechterten Klang. Sinnvoll nur, wenn ein Gerät oder Programm MP3 verweigert und verlustfreies Material verlangt.